PROJEKTZIELE

Ziel des ENEX Projekts ist es, für Hochschulabsolventen und Berufstätige Weiterbildungskurse zu entwickeln, die der zunehmenden Bedeutung der Nanotechnologie in Industrie, Forschung und Gesellschaft gerecht werden. Das in dem Projekt verfolgte Weiterbildungskonzept basiert auf einem interdisziplinären Ansatz, der Nanotechnologie-Lernmodule mit Inhalten aus dem Innovationsmanagement kombiniert und zu einem neuartigen Qualifizierungskurs zusammenführt. Der Kurs wird nach Fertigstellung als Open Licence E-Learning-Kurs über eine Internetplattform zur Verfügung gestellt und nach den Richtlinien von ECVET (European Credit System for Vocational Education and Training) und EQF (European Qualification Frame) als berufsbegleitende Maßnahme validiert und eingestuft.

Warum Nanotechnologie?
Die Nanotechnologie ist ein stark wachsendes Forschungs- und Wirtschaftsfeld, das immer neue innovative Märkte erschließt und in nahezu allen Wirtschaftszweigen neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen generiert. Dieser Umstand führt zwangsläufig zu einem steigenden Bedarf an entsprechend qualifiziertem Personal in Unternehmen, die Nanotechnologien nutzen oder Produkte auf nanotechnologischer Basis herstellen (wollen), sowie in Wissenschaftsorganisationen, die neue Technologien entwickeln, und Beratungs- und sonstigen Einrichtungen, die sich mit dem Transfer von Nanotechnologien in zukunftsweisende Anwendungen auseinandersetzen.


Warum Nanotechnologie mit Innovationsmanagement kombinieren?
Die Nanotechnologie ist eine dynamische, multidisziplinäre, aber gleichzeitig äußerst heterogene Technologie, die nicht einfach als Herunterskalieren von 'konventioneller' Technologie zu immer kleineren Dimensionen verstanden werden darf. Je kleiner strukturiert wird, desto bedeutender werden Oberflächenphänomene und quantenmechanische Effekte, die Werkstoffen neue Eigenschaften verleihen und die Arbeitsweise von Nanosystemen signifikant verändern.

Der Transfer dieses Know-hows in makroskopische Prozesse und Anwendungen bietet außergewöhnliche Chancen und Herausforderungen. Beispielsweise können Nanotechnologien und Nanomaterialien dazu benutzt werden, schrittweise Verbesserungen an bereits bestehenden Produkten vorzunehmen, wie z.B. neue Funktionen zu generieren, die Effizienz zu steigern, Gewicht zu reduzieren oder Energie einzusparen. Die Nanotechnologie besitzt aber auch das Potenzial, revolutionäre neuartige Konzepte und Applikationen zu entwickeln, die zu bahnbrechenden Innovationen führen. Je nach technologischer Ausgangslage und Art der Anwendung können Innovationsprozesse von der Idee bis zum fertigen Produkt drastisch variieren. Innovation im Kontext der Nanotechnologie beschreibt daher einen äußerst komplexen Prozess, dessen erfolgreiche Umsetzung stark vom Erfahrungswissen aller beteiligten Innovationsakteure abhängt, sowohl im Technologie-, als auch im Managementbereich.

Weitere Einsatzmöglichkeiten der ENEX-Qualifizierung wurden in der grundlegenden Struktur regionaler Innovationssysteme in Europa identifiziert. Aufgrund ihres großen Marktpotenzials und ihrer Auswirkungen auf die Wirtschaft spielt die Nanotechnologie eine wichtige Rolle bei der Entwicklung regionaler Innovationsstrategien. Europa investiert stark in die Nanowissenschaft und Nanotechnologien durch die Förderung von Forschungsprogrammen sowie anderer innovationsunterstützender Maßnahmen. Trotz all dieser Bemühungen gelangt aber ein großer Prozentsatz von verwertbaren Forschungsergebnissen nie zur wirtschaftlichen Umsetzung. Zur Schließung dieser Lücke zwischen Forschung und Markt sind Kompetenzen notwendig, über die öffentliche und private Einrichtungen oft nicht verfügen. Auch hier sind Experten mit einschlägigen Kenntnissen im Bereich der Nanotechnologie und des Innovationsmanagements gefragt, die in der Lage sind, Technologietransferprozesse von der Wissenschaft zur Wirtschaft systematischer, effizienter und anwendungsorientierter zu organisieren.

PROJECT FUNDING

Das ENEX Projekt wird aus dem Erasmus+ Programm der Europäischen Kommission gefördert und von der Internationalen Agentur fuer Marketing und Technologietransfer GmbH, Duesseldorf, koordiniert. Das Projekt hat die Erasmus+ Projektnummer 2014-1-DE02-KA202-001635.

Das Projekt ist zum 1. September 2014 gestartet und hat eine Laufzeit von Jahren.